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Lupus Erythematodes (Wolfsröte)

Lupus erythematodes: Was ist das eigentlich? Den Namen der Krankheit haben viele Menschen schon einmal geh√∂rt. Meist verbinden sie ihn mit typischen, in erster Linie l√§stigen Hautr√∂tungen im Gesichtsbereich. Was hingegen die wenigsten wissen: Die ber√ľchtigte Wolfsr√∂te hat viele Gesichter. Neben der Haut kann sie nahezu den gesamten K√∂rper befallen. In diesem Ratgeber erf√§hrst du alles √ľber die Ursachen, Verlaufsformen und Behandlungsm√∂glichkeiten.
Besonderheiten
  • Ursachen
  • Verlaufsformen
  • Diagnosestellung
  • Behandlungsm√∂glichkeiten und Verhaltensratschl√§ge
  • Prognose
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Lupus erythematodes ist eine seltene Autoimmunerkrankung, die zu einer Entz√ľndung des Bindegewebes f√ľhrt und dabei verschiedene Organe betreffen kann.
  • Es sind unterschiedliche Verlaufsformen m√∂glich, weswegen die Symptomatik, Therapie und Prognose stark variieren.
  • Bei Personen mit einer genetischen Pr√§disposition kann Lupus infolge bestimmter Umweltfaktoren ausbrechen.

Definition Lupus

Bei Lupus erythematodes handelt es sich um eine seltene, nicht-ansteckende Krankheit: In den Industriestaaten sind schätzungsweise 12-50 von 100.000 Personen betroffen. Bei Personen mit asiatischer Abstammung und Dunkelhäutigen kommt Lupus häufiger vor. An der systemischen Verlaufsform erkranken acht- bis zehnmal mehr Frauen als Männer.

Belege f√ľr die Bezeichnungen „Lupus“ und „Wolfsr√∂te“ sind bereits aus dem 10. Jahrhundert vorhanden. Mangels Therapieoptionen blieben nach dem Abheilen der Hautsch√§den sichtbare Narben zur√ľck, die an „Wolfsbisse“ erinnerten. Der Begriff erythematodes, √ľbersetzt „err√∂tet“, beruht auf dem sogenannten Schmetterlingserythem, welches f√ľr die Krankheit typisch ist: Eine helle R√∂tung, die sich symmetrisch vom Nasenr√ľcken bis √ľber die Wangen ausdehnt.

Ursachen

Bis heute ist die Ursache der Krankheit nicht eindeutig erklärt. Da sie allerdings familiär gehäuft auftritt, gehen Experten von einer genetischen Komponente aus. Bei dem verantwortlichen Gen soll es sich um HLA-DR2/3 handeln. Tritt SLE also in deinem familiären Umfeld auf, besteht bei dir ein erhöhtes Risiko, dass du die erbliche Komponente ebenfalls in dir trägst.

Die genetische Pr√§disposition allein f√ľhrt jedoch noch nicht zu einem Krankheitsausbruch. Erst, wenn bestimmte exogene oder endogene Faktoren wie klimatische Einfl√ľsse oder hormonelle Schwankungen hinzukommen, wird die Krankheit „“getriggert““ und f√ľhrt zu Symptomen.

LE betrifft vorrangig Frauen, die sich im geb√§rf√§higen Alter befinden. Von der kutanen Form sind geringf√ľgig mehr Frauen als M√§nner betroffen. Als besondere Risikogruppe gelten Raucher.

Der erste Lupus-Schub tritt in der Regel zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr auf. Es können aber auch Kinder ab 11 Jahren betroffen sein.

Das passiert im Körper

Bei Lupus handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung: Eine Fehlsteuerung des Immunsystems bewirkt, dass es bestimmte k√∂rpereigene Zellbestandteile als feindlich erachtet und sie zerst√∂rt. In der Folge treten Entz√ľndungsprozesse und Gewebesch√§den auf. Lupus z√§hlt zu den Kollagenosen; das hei√üt, das Immunsystem greift k√∂rpereigenes Bindegewebe an.

Im Falle von Lupus erythematodes kommt es durch die fehlgesteuerte Immunreaktion zu einem Untergang von Bindegewebszellen. Im Normalfall w√ľrden diese abgestorbenen Zellen sofort durch sogenannte Fresszellen inkorporiert werden. Ist deren Kapazit√§t jedoch ersch√∂pft, verbleiben die abgestorbenen Zellen im Gewebe und zerfallen dort. Bestandteile aus ihrem Innern werden freigesetzt. Dies veranlasst das Immunsystem zur Bildung weiterer Antik√∂rper gegen die einzelnen Zellbestandteile.

Sobald sich die spezifischen Antik√∂rper mit den vermeintlich feindlichen Zellen verbinden, bilden sich sogenannte Immunkomplexe. Diese l√∂sen eine nat√ľrliche Entz√ľndungsreaktion aus, deren Ziel normalerweise in der Bek√§mpfung von Krankheitserregern liegt. Werden stattdessen k√∂rpereigene Zellen attackiert, kommt es zu einer unkontrollierten Zerst√∂rung von Gewebe. Die Entz√ľndungszellen k√∂nnen dabei auch in die W√§nde der umliegenden Blutgef√§√üe wandern, wodurch eine Immunkomplex-Vaskulitis (immunbedingte Gef√§√üentz√ľndung) entsteht.

Lupus Formen

Lupus erythematodes wird in verschiedene Formen eingeteilt. Diese sind nicht scharf voneinander abgegrenzt, sondern können auch als Mischformen auftreten.

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) z√§hlt zu den sogenannten rheumatisch-entz√ľndlichen Erkrankungen und kann prinzipiell den gesamten K√∂rper sch√§digen. Dabei k√∂nnen einzelne oder auch mehrere innere Organe betroffen sein. Bei 80 % der Patienten treten zus√§tzlich Hautsymptome auf.

Der kutane Lupus erythematodes (CLE) betrifft ausschließlich die Haut und das Unterhautfettgewebe. Er fällt also in den Fachbereich der Dermatologie. Der CLE wird in die folgenden Subtypen unterteilt:

  • Akuter kutaner Lupus erythematodes (ACLE)
  • Subakuter kutaner Lupus erythematodes (SCLE)
  • Intermittierender kutaner Lupus erythematodes (ICLE)
  • Chronischer kutaner Lupus erythematodes (CCLE)

Beim CCLE, also der chronischen Hautform, unterscheiden wir wiederum folgende Untertypen:

  • Diskoider Lupus (DLE) der Oberhaut
  • Lupus erythematodes profundus (LEP) des Unterhautfettgewebes
  • K√§lteinduzierter Chilblain-Lupus (CHLE) der Oberhaut

Kutane Lupus-Formen weisen ein unterschiedlich hohes Risiko auf, sich zu einem SLE zu entwickeln. Der ACLE tut dies in der Mehrheit der F√§lle, der SCLE in etwa 10 bis 15 %. Bei den √ľbrigen Formen ist das Risiko gering.

Ein neonataler Lupus erythematodes tritt bei etwa 5 % der Neugeborenen auf, deren Mutter an Lupus erkrankt ist. Er entsteht durch das Einwandern m√ľtterlicher Antik√∂rper in die Plazenta, die ab der 16. Schwangerschaftswoche m√∂glich ist. Dadurch kann auch beim (ungeborenen) Baby eine Autoimmunreaktion auftreten. Eine solche kann sich in Form von Hautsymptomen und Blutbildungsst√∂rungen, aber auch ernsthaften Leber- und Herzsch√§den √§u√üern.

Das medikamenteninduzierte Lupussyndrom bezeichnet keinen „echten“ Lupus, sondern das Auftreten bestimmter Nebenwirkungen, die den Lupus-Symptomen gleichen. Zu den Medikamenten, die einen Lupus-Schub ausl√∂sen k√∂nnen, geh√∂ren Epilepsie- und Blutdruckmittel.

Lupus Schub РAuslöser, Dauer & Anzeichen

Bei Personen, die √ľber eine entsprechende genetische Komponente verf√ľgen, kann Lupus fr√ľher oder sp√§ter ausbrechen. Wann genau ein solcher Schub auftritt, l√§sst sich nicht sicher vorhersagen. Es gibt jedoch bestimmte Faktoren, die als typische Ausl√∂ser gelten. Auch k√∂nnen sie bereits bestehende Sch√ľbe verst√§rken. Dazu z√§hlen:

  • Psychischer Stress
  • Verletzungen
  • Infektionskrankheiten
  • Hormonelle Einfl√ľsse
  • Bestimmte klimatische Einfl√ľsse

Verletzungen, die eine nat√ľrliche Entz√ľndungsreaktion zur Folge haben, f√∂rdern Sch√ľbe ebenso wie Infektionskrankheiten durch Bakterien, Viren sowie Pilze, die das Immunsystem stimulieren.

Das weibliche Hormon √Ėstrogen steht im Zusammenhang mit bestimmten Immunreaktionen. Aufgrund ihrer erh√∂hten √Ėstrogenproduktion und vergleichsweise starken Schwankungen im Hormonhaushalt erkranken Frauen erheblich h√§ufiger an Lupus als M√§nner. Neben dem Monatszyklus geh√∂ren die hormonellen Umschw√ľnge in der Pubert√§t, w√§hrend einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren zu den m√∂glichen Ausl√∂sern.

Der Chilblain-Lupus als Untertyp der chronischen Hautform tritt bei K√§lteeinwirkung auf. Bei anderen Hautformen ist direktes UVB-Licht besonders kritisch, da es zum Absterben von Zellen der Oberhaut f√ľhrt und dadurch die Autoimmunreaktion in Gang setzt. Allerdings ist es m√∂glich, dass die Hautsymptome erst 2-3 Wochen nach dem Aufenthalt in der Sonne auftreten.

Das passiert nach dem Schub

Wenn ein Schub z√ľgig und ad√§quat behandelt wird, bilden sich die Symptome mit einer etwa 50%igen Wahrscheinlichkeit innerhalb von 4 bis 12 Wochen komplett zur√ľck. Der Fachbegriff daf√ľr lautet Remission.

Bei den √ľbrigen 50 % der Patienten bleibt die Krankheit auch nach dem Schub weiter aktiv und die Symptome gehen nicht vollst√§ndig zur√ľck. In diesem Fall sprechen wir von einer Teilremission.

Zwischen zwei Sch√ľben k√∂nnen mehrere Monate oder sogar Jahre vergehen. Dies h√§ngt unter anderem davon ab, wie gut es dem Patienten gelingt, m√∂gliche Ausl√∂ser von vornherein zu vermeiden.

Symptome

Abhängig davon, welcher Untertyp des CCLE vorliegt, sind verschiedene Hautsymptome zu erwarten.

Die Symptome des DCLE, also des diskoiden Untertyps, erinnern an einen Sonnenbrand. Besonders typisch ist das sogenannte Schmetterlingserythem. Es bezeichnet eine helle, diskoide (scheibenf√∂rmige), symmetrische R√∂tung des Gesichts, ausgehend vom Nasenr√ľcken, die sich zu beiden Seiten √ľber die Jochbein- und Wangenregion bis zu den Ohrmuscheln ausbreitet. Bei 80 % der Patienten sind ausschlie√ülich der Gesichts- und Kopfbereich betroffen. Die √ľbrigen 20 % entwickeln die Symptome auch an anderen Hautarealen, die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie den Au√üenseiten der Gliedma√üen und dem Dekolletee.

Nach der Bildung der R√∂tungen in den genannten Bereichen ist eine R√ľckbildung m√∂glich; aber auch eine weitere Ausbreitung √ľber das komplette Gesicht. In letzterem Fall kann sich aus der R√∂tung ein juckender Ausschlag mit Schuppen- und Bl√§schenbildung entwickeln.

Die R√ľckbildung erfolgt ebenfalls vom Nasenr√ľcken ausgehend symmetrisch. Dabei l√∂sen sich Hautschuppen ab, an deren Unterseite sich ein sichtbarer Hornpfropf befindet. Diese Besonderheit ist unter der Bezeichnung Tapeziernagelph√§nomen bekannt. Die zur√ľckbleibenden Hautstellen sind d√ľnn und meist gl√§nzend wei√ü (hypopigmentiert). Typisch ist ein dunkler (hyperpigmentierter) Randsaum.

Nach schweren Hautsymptomen kommen dar√ľber hinaus gr√ľbchenf√∂rmige Narben vor, die sich durch sogenannte Teleangiektasien kennzeichnen. Dabei handelt es sich um eine auff√§llige Erweiterung oberfl√§chlich verlaufender Blutkapillaren.

Treten die Hautveränderungen im Bereich der Augenbrauen, des Bartes oder des Hinterkopfes auf, ist ein kreisrunder Haarausfall mit ebenfalls haarloser Vernarbung zu beobachten.

Der LEP, Lupus erythematodes profundus, f√ľhrt zu der sogenannten Lupuspannikulitis, einer Entz√ľndung des Unterhautfettgewebes. Eine solche kennzeichnet sich dadurch, dass sich derbe Knoten mit einem Durchmesser von ein bis zwei Zentimetern unter der Haut bilden. Betroffen sind vor allem der Ges√§√ü-, Oberschenkel-, Schulter- und Armbereich. Nach ihrer Abheilung bleiben tief eingezogene Narben zur√ľck.

Der CHLE, „“Frostbeulen““-Lupus, √§u√üert sich, wie der Name es vermuten l√§sst: Seine Symptome lassen sich optisch kaum von tats√§chlichen Frostbeulen unterscheiden. Durch kalte Au√üentemperaturen entstehen Kr√§mpfe der kleinen Blutgef√§√üe. Meist sind die Finger betroffen, gelegentlich auch die Zehen. Es kommt zu einer gest√∂rten Durchblutung, wodurch blasse bis blaurote, schmerzhafte Schwellungen entstehen. Im weiteren Verlauf sind Schuppungen und Erosionen (oberfl√§chliche Hautdefekte) m√∂glich.

Der ICLE, der intermittierende kutane Lupus erythematodes, √§u√üert sich anhand erhabener Knoten von bis zu zwei Zentimetern Durchmesser. Sie treten im Bereich des Dekollet√©s, der Brust, des R√ľckens, der Au√üenseite der Oberarme und gelegentlich des Gesichts auf. Diese Knoten k√∂nnen sich zu Ringen zusammenschlie√üen.

Beim SCLE, also der subakuten Hautform, ähneln die Hautveränderungen mitunter einer Schuppenflechte. Vernarbungen und Pigmentstörungen treten eher selten auf. Häufig ist ein Schub zusätzlich mit Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen verbunden.

Der ACLE, die akute kutane Verlaufsform, ruft pl√∂tzliche, heftige Sch√ľbe hervor, die sich prinzipiell gut therapieren lassen. Sie steht sehr h√§ufig mit einer systemischen Verlaufsform in Verbindung; entweder als ihr „“Vorbote““ oder ein Anzeichen daf√ľr, dass sich der systemische Verlauf akut verschlimmert. Es kann zu kleinen, dunkelroten Hautflecken, einer Erweiterung der Blutgef√§√üe am Nagelfalz und Erosionen der Mundschleimhaut kommen.

So beginnt ein systemischer Lupus erythematodes

Da der SLE sämtliche innere Organe befallen kann, sind die Symptome dementsprechend vielseitig. Einige Allgemeinsymptome, die (zum Teil) bei 84-90 % der Betroffenen auftreten, sind jedoch unabhängig von den betroffenen Organen zu beobachten. Dazu gehören:

  • M√ľdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Schw√§che, Leistungsabfall
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Lymphknotenschwellung
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust

Nichtsdestotrotz sind all diese Symptome sehr unspezifisch, da sie auch durch eine Reihe verschiedener Infektionskrankheiten ausgel√∂st werden k√∂nnen. Daher ist eine gezielte Diagnostik durch einen Arzt unerl√§sslich. Vier von f√ľnf SLE-Patienten leiden nicht nur an Entz√ľndungen der inneren Organe, sondern auch an Hautsymptomen (siehe oben).

Der SLE kann sich schleichend entwickeln oder mit hohem Fieber und heftigen Entz√ľndungssymptomen akut ausbrechen.

Beschwerden bei fortgeschrittenen SLE

Je nach den geschädigten Organen und Körperstellen ist die Liste möglicher Symptome schier endlos lang. Auch hier gilt: Die Symptome deuten zwar darauf hin, dass ein bestimmtes Organ in Mitleidenschaft gezogen ist; jedoch nicht direkt auf Lupus als Ursache. Um Lupus nachzuweisen oder auszuschließen, ist eine spezielle ärztliche Diagnostik erforderlich.

Eine Auswahl möglicher Symptome:

Mögliche SymptomeDetails
GelenkeBei rund 90 % der Patienten treten Entz√ľndungen der Gelenke und der Sehnenscheiden auf, die vor allem am Morgen Schmerzen verursachen. Am h√§ufigsten sind die Finger-, Hand- und Kniegelenke betroffen. Die entz√ľndeten Gelenke sind geschwollen, druck- und bewegungsempfindlich. Sie k√∂nnen sich auch verformen.
HautDie Hautveränderungen der kutanen Verlaufsform treten auch bei einem SLE mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80 % auf.
Nieren√úber 70 % aller SLE-Patienten entwickeln eine Nephritis (Nierenentz√ľndung); genauer gesagt eine Glomerulonephritis (Entz√ľndung der Nierenk√∂rperchen). In den Nieren wird das Blut gereinigt, Fl√ľssigkeit filtriert und anschlie√üend gr√∂√ütenteils wieder resorbiert. Sind die Filtrationsmechanismen gest√∂rt, produziert der K√∂rper zu wenig Urin und lagert √ľbersch√ľssige Fl√ľssigkeit stattdessen im Gewebe ein. In letzterem Fall bilden sich sogenannte √Ėdeme, insbesondere in den Oberschenkeln. Auch der Blutdruck erh√∂ht sich. Im fortgeschrittenen Stadium f√ľhren Nierensch√§digungen dazu, dass sich sch√§dliche Substanzen im Blut ansammeln. Dies f√ľhrt unter anderem zu M√ľdigkeit, √úbelkeit und Erbrechen. Auch Blut im Urin kann auf eine Nierensch√§digung hindeuten.
SchleimhäuteBei 54 % der Patienten sind Schleimhautveränderungen zu beobachten. Dazu zählen Einblutungen, Erosionen und Trockenheit. Letztere wird auch Sjögren-Syndrom genannt.
Magen-Darm-TraktWenn die Gef√§√üe des Magen-Darm-Traktes sich entz√ľnden, treten vor allem √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auf. Dies ist bei 54 % der Erkrankten der Fall.
K√∂rperh√∂hlenUnsere K√∂rperh√∂hlen sind mit einer sogenannten Serosa ausgekleidet, dem Bauch- beziehungsweise Brustfell. Auch dieses verf√ľgt √ľber eine bindegewebige Schicht, die sich infolge eines SLE entz√ľnden kann. Eine Peritonitis (Bauchfellentz√ľndung) verursacht starke Schmerzen, Fieber, √úbelkeit und Erbrechen. Die h√§ufiger auftretende Pleuritis (Brustfellentz√ľndung) verursacht neben allgemeinen Krankheitssymptomen vor allem Schmerzen und Beschwerden beim Atmen, kann aber auch symptomlos verlaufen. Sie betrifft etwa 40 % der Patienten.
Leber und MilzHepatitis (Leberentz√ľndung) und Splenitis (Milzentz√ľndung) entwickeln sich ebenfalls bei etwa 40 % der SLE-Betroffenen. Starke Oberbauchschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, eine Blutungsneigung und eine Gelbf√§rbung der Schleimh√§ute sind m√∂gliche Symptome.
HerzIst SLE im Herz lokalisiert, kann er zu Endokarditis (Herzinnenhautentz√ľndung), Myokarditis (Herzmuskelentz√ľndung) und Perikarditis (Herzbeutelentz√ľndung) f√ľhren. Die Perikarditis betrifft etwa bei 25 % der SLE-Patienten, die Myokarditis 4 %. Weiterhin m√∂glich sind Sch√§digungen der Herzklappen und Durchblutungsst√∂rungen der Coronararterien (Herzkranzgef√§√üe). Typische Anzeichen einer Herzerkrankung sind Angina Pectoris, Schw√§che, Leistungsabfall, Herzrasen und Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot.
ZNSAuch Symptome des ZNS (Zentralnervensystems) sind m√∂glich. Die Angaben dazu, wie gro√ü der Anteil der Betroffenen ist, schwanken zwischen 10 und 54 %. Bei einem Entz√ľndungsgeschehen im Gehirn sind Kopfschmerzen und Migr√§ne, Seh- und H√∂rst√∂rungen, Gleichgewichtsprobleme, L√§hmungserscheinungen, epileptiforme Anf√§lle, Kr√§mpfe, Zittern sowie Psychosen und andere psychische Symptome m√∂glich.
LungenEine Lungenbeteiligung tritt bei 17 % der SLE-Patienten auf. Dabei entwickeln sich Symptome einer Lungenentz√ľndung. Neben einer allgemeinen Schw√§che kommt es vor allem zu Kurzatmigkeit, Schmerzen im Brustkorb, Anstrengung beim Einatmen und Husten. Unbehandelt kann eine ernsthafte Atemnot entstehen.
MuskelnEine Polymyositis, eine Entz√ľndung der Skelettmuskulatur, betrifft etwa 5 % der SLE-Patienten. Durch die schmerz- und schw√§chebedingte Entlastung kommt es langfristig zu einer Atrophie, also einer R√ľckbildung der betroffenen Muskeln.
AugenEine Manifestation in den Augen kann sich zun√§chst durch trockene, entz√ľndete Bindeh√§ute, sp√§ter durch Sehst√∂rungen √§u√üern.
Blutgef√§√üeLupus und andere Kollagenosen k√∂nnen zu verschiedenen Gef√§√üproblemen f√ľhren. Typisch sind entz√ľndliche Ver√§nderungen, durch welche die Durchblutung des betroffenen Areals massiv gest√∂rt werden kann. Dadurch k√∂nnen Organe schwer gesch√§digt werden.

Kleine Gef√§√üdefekte k√∂nnen in den oberfl√§chlichen Gef√§√üen zu sichtbaren Einblutungen f√ľhren. Diese √§u√üern sich durch kleine, rote, punkt- oder fleckenf√∂rmige Verf√§rbungen der Schleimh√§ute (vor allem im Mund) oder der Haut (oft an den Unterschenkeln oder H√§nden). Auch die Blutgef√§√üe am Augenhintergrund k√∂nnen betroffen sein. Es treten dann Schleiersehen und Gesichtsfeldausf√§lle auf.

Weiterhin kann es durch K√§lteeinwirkung zu Gef√§√ükr√§mpfen in den Fingern sowie in den Zehen kommen. Die dadurch ausgel√∂sten Durchblutungsst√∂rungen f√ľhren dazu, dass sich die Finger beziehungsweise Zehen blass oder bl√§ulich verf√§rben. Dieses Ph√§nomen wird Raynaud-Syndrom genannt. Die Angaben bez√ľglich der H√§ufigkeit schwanken zwischen 5 und 58 %.

Antiphospholipid-Syndrom: Richten sich Autoantik√∂rper gegen sogenannte Phospholipide im Blut, erh√∂ht sich die Gerinnungsneigung des Blutes. Dadurch k√∂nnen Thromben (Blutgerinnsel) in den Gef√§√üen entstehen und sie verstopfen. In der Lunge f√ľhrt ein solcher Thrombus zu einer sogenannten Embolie, im Herzen zu einem Herzinfarkt und im Gehirn zu einem Schlaganfall.

Symptome beim neonatale Lupus

Babys, in deren Blut w√§hrend der Schwangerschaft m√ľtterliche Autoantik√∂rper √ľbergetreten sind, k√∂nnen nach der Geburt die Lupus-typischen Hautsymptome aufweisen. Im ung√ľnstigeren Fall entwickelt das Ungeborene eine Myokardfibrose, eine irreversible Herzmuskelsch√§digung. Diese kann zu lebensbedrohlichen Herz-Rhythmus-St√∂rungen, einem sogenannten AV-Block, f√ľhren und erfordert daher in der Regel einen Herzschrittmacher.

Bleibt eine Herzsch√§digung aus, ist die Prognose des Babys hingegen gut. Sein Organismus baut die m√ľtterlichen Autoantik√∂rper innerhalb der ersten zwei Lebensjahre ab und die dadurch verursachten Symptome verschwinden.

Die Folgen von Lupus

Reduzierte Lebenserwartung

Wenn Lupus zu sp√§t erkannt oder nicht angemessen dagegen vorgegangen wird, kann die Lebenserwartung erheblich sinken. Dies gilt vor allem f√ľr die systemische Verlaufsform: Sch√ľbe treten dann h√§ufiger und heftiger auf, das Risiko fortschreitender Organsch√§den ist entsprechend hoch. Andersherum kann die √ľberm√§√üige Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem beeintr√§chtigen, die Prognose verschlechtern.

Eine fr√ľhzeitige, sorgf√§ltig geplante und konsequent umgesetzte Therapie, eine Anpassung der Ern√§hrung und des Verhaltens im Alltag sowie regelm√§√üige √§rztliche Kontrollen sind absolut essenziell, um die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Ein weiterer Grund, weshalb die Lebenserwartung von Lupus-Patienten reduziert sein kann, ist das erhöhte Komplikationsrisiko bei Infektionskrankheiten (siehe unten).

Dauerhafte Einschränkungen

Etwa 50 % der an SLE erkrankten Personen sind auch im Zeitraum zwischen zwei Sch√ľben symptomatisch. Das Ausma√ü der Beschwerden und Einschr√§nkungen variiert jedoch sehr stark. Es h√§ngt vor allem davon ab, welche Organe betroffen sind und wie stark sie bereits gesch√§digt wurden. Besonders schwerwiegend sind zum Beispiel Beeintr√§chtigungen der Lungenfunktion.

Neben den organisch bedingten Einschränkungen stellen mitunter auch die notwendigen Verhaltensmaßnahmen eine Beeinträchtigung dar. Dazu können die notwendigen Schutzmaßnahmen vor Kälte und Sonne, aber auch der Verzicht auf fetthaltige Nahrungsmittel und Zigaretten zählen.

Psychosoziale Folgen

Lupus erythematodes kann die betroffenen Personen nicht nur k√∂rperlich, sondern auch psychisch stark belasten. Dies ist sowohl beim kutanen als auch beim systemischen Lupus der Fall. Die deutlich sichtbaren Hautsymptome k√∂nnen dazu f√ľhren, dass Patienten sich aus Scham aus dem sozialen Leben zur√ľckziehen. Dies gilt sowohl f√ľr die typischen R√∂tungen w√§hrend eines akuten Schubes als auch die m√∂glichen Vernarbungen. Auch ein Haarverlust kann f√ľr den Patienten mit einem gro√üen Leidensdruck verbunden sein.

SLE-Patienten k√∂nnen aber auch unter den m√∂glicherweise schweren k√∂rperlichen Symptomen psychisch stark leiden. Hinzu kommen die Sorgen aufgrund der unsicheren Prognose und der Ungewissheit, wann und in welchem Ausma√ü neuerliche Sch√ľbe zu erwarten sind.

Auch die notwendigen Einschr√§nkungen, um weiteren Sch√ľben vorzubeugen, k√∂nnen das seelische Wohlbefinden der Patienten beeintr√§chtigen.

Erhöhtes Operationsrisiko

Lupus-Patienten weisen allgemein ein erh√∂htes Operationsrisiko auf: Einerseits verf√ľgen sie oft √ľber eine erh√∂hte Blutungsneigung; entweder durch den Lupus selber oder blutverd√ľnnende Medikamente, die sie zur Thrombose-Prophylaxe einnehmen. Andererseits sind Narkosen und chirurgische Eingriffe immer mit Stress f√ľr den K√∂rper verbunden, wodurch das Risiko eines anschlie√üenden Lupus-Schubes steigt.

Erhöhte Gefährdung durch Infektionskrankheiten

Aufgrund ihres oft geschw√§chten Immunsystems sind Lupus-Betroffene st√§rker durch virale, bakterielle und Pilzinfektionen gef√§hrdet als gesunde Personen. Daher m√ľssen Infektionsherde im Alltag unbedingt, soweit m√∂glich, gemieden werden; und erste Anzeichen einer Infektion immer ernstgenommen und therapiert werden.

Das geschwächte Immunsystem kann die direkte Folge des Lupus, aber auch der eingenommenen Medikamente sein.

Erhöhtes Osteoporose-Risiko

Lupus-Betroffene k√∂nnen aus zweierlei Gr√ľnden an einem erh√∂hten Risiko f√ľr Osteoporose (Knochenschwund) leiden: Erstens durch die mitunter notwendige Einnahme von Kortisonpr√§paraten, die langfristig die Knochendichte negativ beeinflussen; zweitens durch das Meiden von UVB-Licht. Durch letzteres kann sich ein Vitamin-D-Mangel entwickeln. Dieser hat zur Folge, dass mit der Nahrung aufgenommenes Kalzium nicht in die Knochen eingebaut werden kann.

Um einer Br√ľchigkeit des Knochengewebes vorzubeugen, sollten die Vitamin-D-Konzentration im Blut der Patienten regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden. Gegebenenfalls ist die Einnahme eines Vitamin-D-haltigen Nahrungserg√§nzungsmittels angezeigt. Dar√ľber hinaus sollten Lupus-Patienten auf eine reichliche Kalziumzufuhr mit der Nahrung achten. Eventuell ist auch hier eine Supplementierung in Erw√§gung zu ziehen.

Erhöhtes Risiko von Herzerkrankungen

Aufgrund ihrer Neigung zu Gef√§√üentz√ľndungen haben Lupus-Patienten oft ein erh√∂htes Thrombose-Risiko. Tritt ein solches in den Coronararterien (Herzkranzgef√§√üen) auf, kann schlimmstenfalls ein Herzinfarkt ausgel√∂st werden.

Dar√ľber hinaus kann SLE den Herzmuskel (Myokard) und den Herzbeutel (Perikard) sch√§digen. Letztendlich kann eine Sch√§digung von Lungengewebe eine Mehrbelastung des Herzen nach sich ziehen, da es gegen einen erh√∂hten Gef√§√üwiderstand anpumpen muss.

Aus diesem Grund beinhalten die regelm√§√üigen √§rztlichen Untersuchungen auch eine sorgf√§ltige √úberpr√ľfung der Herzfunktion.

Gefahren in der Schwangerschaft

Ein systemischer Lupus, die dagegen eingesetzten Medikamente und eine Schwangerschaft können sich gegenseitig massiv beeinträchtigen. Durch die Veränderungen im Hormonhaushalt kann eine Schwangerschaft das Risiko eines Krankheitsschubes deutlich erhöhen. Sind die Nieren der Schwangeren durch die Lupus-Erkrankung betroffen oder besitzt sie Antikörper gegen Phospholipide, steigt das Risiko einer Präeklampsie erheblich.

Auch f√ľr das ungeborene Baby besteht ein erh√∂htes Risiko. So steigt die allgemeine Wahrscheinlichkeit f√ľr eine Fehl- oder Totgeburt, da die Lupus-assoziierten Durchblutungsst√∂rungen auch die Plazenta betreffen k√∂nnen.

Einige Medikamente, die zur Therapie des Lupus zum Einsatz kommen, d√ľrfen w√§hrend einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Dazu geh√∂ren Cyclophosphamid, Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer und h√∂here Dosen an Glucocorticoiden. Das Aussetzen der Therapie kann f√ľr die werdende Mutter sehr gef√§hrlich werden.

Lupus-Patientinnen sollten ihren Arzt sorgf√§ltig in die Familienplanung miteinbeziehen, um weder sich noch ihr Kind zu gef√§hrden. Beispielsweise kann versucht werden, die Schwangerschaft in eine Phase zu legen, in der der Lupus eine m√∂glichst geringe Entz√ľndungsaktivit√§t aufweist. In diesem Zusammenhang empfehlen Experten unter anderem, dass die Krankheit seit mindestens 6 Monaten stabil sein sollte. Auch die Medikation muss sorgf√§ltig angepasst werden. Von gro√üer Bedeutung sind dar√ľber hinaus regelm√§√üige Kontrolluntersuchungen.

Diagnose

Zu Beginn einer jeden Diagnostik f√ľhrt der Arzt ein ausf√ľhrliches Vorgespr√§ch mit dem Patienten. Dabei bringt er die genaue Auspr√§gung und Entwicklung der Symptome sowie m√∂gliche Krankheitsf√§lle bei Verwandten in Erfahrung. Darauf basierend plant er die weiterf√ľhrende Diagnostik.

Bis ein Arzt Lupus als Ursache der Beschwerden in Erw√§gung zieht, vergeht oftmals viel Zeit: Die Krankheit ist durch ihre Seltenheit relativ unbekannt. Bei der systemischen Verlaufsform kommt erschwerend hinzu, dass sie zu sehr unterschiedlichen und unspezifischen Symptomen f√ľhren kann. Auch besteht mitunter Verwechslungsgefahr mit anderen rheumatischen Erkrankungen.

Aufgrund dessen ist auch eine „“Selbstdiagnose““ via Internet nicht m√∂glich. Eine gezielte √§rztliche Diagnostik ist unerl√§sslich.

Der Verdacht auf einen aktiven SLE gilt als erh√§rtet, wenn mehrere daf√ľr typische Symptome auftreten. Ein durch amerikanische Rheumatologen entwickelter Kriterienkatalog erleichtert dem Arzt die Verdachtsdiagnose. Er listet verschiedene Symptome auf, die beim SLE besonders h√§ufig auftreten. Wenn mindestens 4 dieser sogenannten SLICC-Kriterien auf den Patienten zutreffen, erh√§rtet sich der Verdacht auf einen SLE:

  • Schmetterlingserythem
  • Anderweitige typische Hautausschl√§ge
  • Erosionen der Mund- und Nasenschleimh√§ute
  • Entz√ľndliche Gelenkschwellungen
  • Serositis (Entz√ľndete Serosah√ľllen der Organe)
  • Glomerulonephritis (Nierenk√∂rperchenentz√ľndung)
  • Neurologische Symptome
  • Perikarditis (Herzbeutelentz√ľndung)
  • Kreisrunter Haarausfall ohne Vernarbungen
  • H√§molytische An√§mie (Blutarmut durch Zerst√∂rung der roten Blutk√∂rperchen)
  • Leukopenie (Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen
  • Thrombozytopenie (Mangel an Blutpl√§ttchen)
  • Verringerung der sogenannten Komplementproteine
  • Empfindlichkeit auf UVB-Licht

Weitere bei Lupus häufig auftretende Blutveränderungen sind:

  • Erh√∂hung des CRP (C-reaktiven Proteins)
  • Erh√∂hte BSG (Blutk√∂rperchen-Senkungsgeschwindigkeit)

Diese Auff√§lligkeiten sind nicht spezifisch f√ľr Lupus, k√∂nnen eine entsprechende Verdachtsdiagnose aber erh√§rten.

Diagnosestellung

Wenn du an Hautsymptomen leidest, wende dich idealerweise direkt an einen Hautarzt. Nat√ľrlich kann auch dein Hausarzt dich an einen Spezialisten √ľberweisen. Dieser wird eine Hautbiopsie entnehmen, eine kleine Gewebeprobe der Haut. Diese untersucht er im Anschluss auf das sogenannte Lupusband, eine Zusammenlagerung von Immunkomplexen.

Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Photoprovokationstest. Dabei handelt es sich um einen Test, mit dem der Arzt gezielt versucht, krankheitstypische Hautsymptome hervorzurufen.

Zu diesem Zweck belichtet er unauffällige Hautareale an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit UVA- und UVB-Strahlen. Anschließend untersucht er die Testareale im Wochenabstand auf krankheitstypische Veränderungen. Kommt es zu keinerlei sichtbaren Auffälligkeiten, ist wiederum eine Biopsieentnahme möglich, die histologisch (feingeweblich) untersucht wird. Dadurch kann eine Lupus-Erkrankung beispielsweise von einer Sonnenallergie unterschieden werden.

Der systemische Lupus √§u√üert sich ‚Äěidealerweise‚Äú in Form der oben aufgelisteten Ver√§nderungen im Blut. Um Lupus als Krankheitsursache sicher zu diagnostizieren, leitet der Arzt weitere, spezielle Blutuntersuchungen ein. Ein auf Innere Medizin und Rheumatologie spezialisierter Arzt ist in diesem Fall der ideale Ansprechpartner.

Bei den relevanten Blutwerten handelt es sich vor allem um die spezifischen Autoantikörper, die gegen körpereigene Zellen gerichtet sind. Die sogenannten Antinukleären Antikörper (ANA) greifen beispielsweise die Zellkerne des Patienten an. Ihre Konzentration ist bei 95 % der Lupus-Patienten deutlich erhöht. 70 % der Betroffenen weisen außerdem Antikörper gegen Doppelstrang-DNS auf. Weiterhin möglich sind Antikörper gegen körpereigene Erythrozyten oder Phospholipide sowie sogenannte Smith-Antigen-Antikörper.

Weitere Diagnostik

Da ein systemischer Lupus erythematodes s√§mtliche Organe sch√§digen kann, ist bei einer entsprechenden (Verdachts-)Diagnose ein umfangreicher Check-up unumg√§nglich. Hat der Arzt Lupus-typische Antik√∂rper im Blut nachgewiesen, wird er daher auch Blutwerte anfordern, die ihm Aufschluss √ľber die Funktionst√ľchtigkeit der einzelnen Organe geben. Hierzu k√∂nnen auch weitere Untersuchungsmethoden notwendig sein, zum Beispiel R√∂ntgen- und Ultraschalldiagnostik, Magnetresonanz- und Computertomographie (MRT und CT), Lungenfunktionstests und Augenuntersuchungen.

Auch im Anschluss sind regelmäßige Untersuchungen unbedingt notwendig, um Organschäden gegebenenfalls rechtzeitig zu erkennen.

Nierensch√§digungen f√ľhren zum Beispiel oft dazu, dass der Patient Eiwei√ü √ľber den Urin verliert. Das kann der Arzt durch eine Urinuntersuchung feststellen. Im Blut sind mitunter ein Mangel an roten Blutk√∂rperchen (An√§mie), ein erh√∂hter Kalium- und ein erh√∂hter Phosphorwert auff√§llig. Bei einer starken Nierensch√§digung (ab etwa 70 % Funktionsverlust) sind auch die Werte Kreatinin und Harnstoff erh√∂ht. Um eine Nierenbeteiligung zweifelsfrei feststellen zu k√∂nnen, kann au√üerdem eine Gewebeprobe (Nierenbiopsie) notwendig sein.

Leberentz√ľndungen f√ľhren zu einer Erh√∂hung der sogenannten Blutleberwerte und zu einer verminderten Konzentration an Proteinen im Blut.

Bauchorgane wie Leber, Milz, Nieren und Bauchspeicheldr√ľse k√∂nnen au√üerdem per Ultraschall n√§her begutachtet werden.

Eine durch Lupus induzierte Entz√ľndung im Herzbereich zeigt bereits beim Abh√∂ren Auff√§lligkeiten. Weitere diagnostische M√∂glichkeiten sind ein Elektrokardiogramm (EKG), ein Herzultraschall und R√∂ntgendiagnostik.

Zur Diagnose von Lungenerkrankungen f√ľhrt der Arzt neben Lungenfunktionstests Untersuchungen wie R√∂ntgen, CT und MRT durch.

Entz√ľndungen im Hirn k√∂nnen ebenfalls durch Verfahren wie CT und MRT festgestellt werden.

Behandlung РMedikamente, Nebenwirkungen, Ernährung & co.

MedikamentBeschreibung
Cortisonhaltige HautsalbenCortisonhaltige Hautsalben werden standardm√§√üig eingesetzt, um √∂rtlich begrenzte Hautver√§nderungen zu therapieren. Cortison unterdr√ľckt die Immunreaktion des K√∂rpers, wodurch die Entz√ľndungsreaktionen gehemmt werden. Indem der Patient das Pr√§parat ausschlie√ülich auf die betroffenen Hautareale auftr√§gt, entfacht es seine Wirkung nur „“direkt vor Ort““. Es ger√§t also nicht in den gesamten K√∂rper, wodurch eine allgemeine Immunschw√§che vermieden wird.
Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) k√∂nnen in milden F√§llen bereits ausreichend sein, um die Entz√ľndungen zum Abklingen zu bringen. Diese Medikamenten hemmen die Entz√ľndungskaskaden im K√∂rper, ohne die gesamte Immunabwehr zu beeintr√§chtigen.
Cortisontabletten oder -infusionenCortisontabletten oder -infusionen k√∂nnen bei sehr starken Entz√ľndungssymptomen der Haut, der Gelenke oder innerer Organe notwendig sein. Glukokortikoide haben eine stark entz√ľndungshemmende Wirkung. Um Lupus-Sch√ľbe einzud√§mmen, verordnet der Arzt sie meistens in Form einer Sto√ü- oder Pulstherapie: Das hei√üt, der Patient nimmt sie √ľber einen kurzen Zeitraum in relativ hohen Dosen ein.
AntimalariamittelAntimalariamittel haben sich ebenfalls bew√§hrt, um Hautsymptome und Gelenkbeschwerden zu lindern. Sie wirken auf das Immunsystem ein, ohne es zu unterdr√ľcken. Der Arzt verschreibt sie gegen Hautsymptome, falls Cortison in Salbenform nicht geholfen haben sollte oder die Symptome so ausgedehnt sind, dass eine √∂rtliche Behandlung nicht mehr erfolgsversprechend ist. Malaria-Medikamente enthalten den Wirkstoff Chloroquin oder Hydroxychloroquin.
ImmunsuppressivaImmunsuppressiva wie Cyclosporin und Azathioprin unterdr√ľcken die Immunreaktion besonders stark, weshalb sie nur bei sehr heftigen Sch√ľben zum Einsatz kommen.
ZytostatikaEine noch stärke Wirkung weisen Zytostatika auf. Dazu gehören Cyclophosphamid und Methotrexat.

Mögliche Nebenwirkungen der Medikamente

Wie bereits erw√§hnt, kann die Einnahme von Cortison √ľber einen l√§ngeren Zeitraum das Immunsystem beeintr√§chtigen. Auch, wenn der Patient es in Salbenform direkt auf die Haut auftr√§gt, kann diese langfristig empfindlich und in ihren Abwehrmechanismen geschw√§cht werden.

Die Malaria-Medikamente Chloroquin oder Hydroxychloroquin k√∂nnen in seltenen F√§llen zu Augenerkrankungen f√ľhren. Zur Sicherheit sollten Patienten sich daher regelm√§√üig von einem Augenarzt untersuchen lassen.

Weitere Therapiemaßnahmen

Je nachdem, wo sich ein SLE manifestiert, sind zusätzlich zur medikamentösen Therapie weitere Maßnahmen anzuraten oder notwendig. Einige Beispiele sind:

  • Psychologische Hilfe bei starker psychischer Belastung
  • Atem√ľbungen und -therapien bei einer Lungensch√§digung
  • K√§ltetherapie bei entz√ľndeten Gelenken
  • Gerinnungshemmende (blutverd√ľnnende Medikamente), z.B. Aspirin oder Herapin, bei einer Thromboseneigung
  • Herzmedikamente bei Herzsch√§digungen
  • Dialyse oder Organtransplantation im Falle einer schweren Niereninsuffizienz
  • Behandlung von Sekund√§rinfektionen infolge des geschw√§chten Immunsystems
  • Notfalltherapie bei einer Entz√ľndung des Sehnervs
  • Notfalltherapie bei einer R√ľckenmarksentz√ľndung mit L√§hmungserscheinungen
  • Infusionen mit speziellen Antik√∂rpern im Falle einer An√§mie

Die zuletzt genannte Infusionstherapie beinhaltet die Verabreichung von Blutzellen und Immunoglobulinen, die aus verschiedenen Blutspenden stammen. Bei den Immunoglobulinen handelt es sich um Antik√∂rper, die an die Rezeptoren bestimmter Immunzellen des Patienten binden. Dadurch beeinflussen sie sein Immunsystem, unterdr√ľcken Entz√ľndungsprozesse und wirken der Produktion der unerw√ľnschten Autoantik√∂rper entgegen.

Der f√ľr den jeweiligen Patienten optimale Therapieplan orientiert sich an seinen individuellen Symptomen. Der Spezialist wird ihn gemeinsam mit dem Patienten sorgf√§ltig planen.

Verhaltensratschläge

Viele allgemeine Ratschl√§ge zur Gesunderhaltung tragen auch zur Vorbeugung von Lupus-Sch√ľben bei. Au√üerdem k√∂nnen Patienten dadurch verhindern, dass sich bereits vorhandene Organsch√§den verschlimmern. Zu den empfohlenen Verhaltensregeln geh√∂ren:

  • Verzicht auf Zigaretten- und (√ľberm√§√üigen) Alkoholkonsum
  • Ausreichend Schlaf
  • Regelm√§√üige Bewegung und geeignete Sportarten
  • Gesunde, fettarme Ern√§hrung
  • Allgemeine Vorbeugema√ünahmen gegen Infektionskrankheiten
  • Entspannungstechniken zur Stressreduktion
  • Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
  • Schutz vor K√§lte (bei CCLE)
  • Gegebenenfalls Anpassung der Verh√ľtungsmethode

Da direkte UV-Strahlen zu einem Absterben der Oberhautzellen f√ľhren, gelten sie als typische Ausl√∂ser von Lupus-Sch√ľben. Betroffene sollten hier daher besondere Vorsicht walten lassen. Wer sich ohne Sonnenschutz im Freien aufh√§lt oder ein Sonnenbad wagt, bekommt mitunter schnell die Quittung. Um einem Schub effektiv vorzubeugen, sollten sich Patienten, wann immer m√∂glich, im Schatten aufhalten. Im Sommer f√§hrst du besonders sicher, indem du zus√§tzlich Sonnenmilch mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30) verwendest. Dies solltest du ganzj√§hrig auch dann tun, wenn sich ein vor√ľbergehender Aufenthalt in der Sonne nicht vermeiden l√§sst.

CCLE-Patienten, bei denen Sch√ľbe durch K√§lte ausgel√∂st werden, m√ľssen sich dementsprechend sch√ľtzen. Achte im Winter vor allem darauf, deine H√§nde und F√ľ√üe sorgf√§ltig warmzuhalten.

Frauen, die hormonell verh√ľten, sollten mit ihrem Arzt sorgf√§ltig besprechen, ob eine √Ąnderung der Verh√ľtungsmethode empfehlenswert ist. Dadurch kann weiteren Sch√ľben mitunter effektiv vorgebeugt werden.

Ernährung bei Lupus

Menschen mit einer Autoimmunkrankheit sollten besonders auf eine ausgewogene, gesunde Ern√§hrung achten. Dazu geh√∂ren der weitestgehende Verzicht auf industriell verarbeitete, frittierte sowie mit Zusatzstoffen versehene Nahrung, ein geringer Fett- und Zuckergehalt und eine reichliche N√§hrstoffzufuhr. Patienten, die cortisonhaltige Medikamente einnehmen, sollten besonders auf eine ausreichende Kalziumzufuhr achten, da sie ein erh√∂htes Risiko f√ľr Osteoporose aufweisen.

Es empfiehlt sich dar√ľber hinaus, auf potenzielle Nahrungsmittelallergene zu verzichten, da diese das Immunsystem in Gang setzen k√∂nnen. Zu den typischen Nahrungsallergenen geh√∂ren:

  • Gluten
  • Soja
  • Milch und Milchprodukte
  • Lupinen
  • Eier
  • N√ľsse
  • Senf
  • Sellerie
  • Samen
  • Gew√ľrze und √Ėle auf Samenbasis

Weitere Nahrungsmittel, Nahrungsbestandteile und Getränke, die weitestgehend gemieden werden sollten, sind:

  • Zucker
  • Zusatzstoffe
  • Chemikalien
  • S√ľ√üstoffe
  • Alkohol
  • Industrielle Speise√∂le

Eine Studie der Yale University legt außerdem nahe, dass eine ballaststoffreiche Ernährung sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken kann.

Prognose f√ľr Lupus erkrankte

Bei der kutanen Lupus-Form ist die Prognose gut, da der betroffenen Person keine inneren Organsch√§den drohen. Durch sorgf√§ltige Vorbeugema√ünahmen und eine fr√ľhzeitige Behandlung von Sch√ľben kannst du deine Krankheit gut in den Griff bekommen.

Beim systemischen Lupus sieht es anders aus: Da er grundsätzlich sämtliche Organe schädigen kann, sind schwere und sogar tödliche Verlaufsformen möglich. Um diese zu vermeiden, ist es wichtig, dass Patienten engmaschig und individuell von einem Spezialisten betreut werden und sich genau an dessen Anweisungen halten: Angeordneten Therapiemaßnahmen, empfohlenen Verhaltensweisen im Alltag und regelmäßigen (Kontroll-)Untersuchungen sollten sie unbedingt sorgfältig nachkommen.

Auf die Weise l√§sst sich das Voranschreiten der Krankheit verz√∂gern und der Patient kann verhindern, dass weitere Organe Schaden nehmen. Oft treten die Sch√ľbe mit dem √Ąlterwerden seltener und in schw√§cherer Auspr√§gung auf.

Ebenso ist es von Bedeutung, dass der Arzt den SLE fr√ľhzeitig erkennt und diagnostiziert. In diesem Fall ist heute eine normale Lebenserwartung m√∂glich. Lass Beschwerden daher grunds√§tzlich z√ľgig abkl√§ren.

Lupus-Patienten sind allgemein erheblich anf√§lliger gegen√ľber Pilz-, Virus- und bakteriellen Infektionen als gesunde Menschen. Sowohl der Lupus selbst als auch die Medikamente, mit denen er therapiert wird, k√∂nnen die Immunabwehr beeintr√§chtigen. Infektionskrankheiten geh√∂ren daher zu den h√§ufigsten Todesursachen von Personen, die an Lupus erythematodes leiden. Aus diesem Grund muss jede Infektionskrankheit ernstgenommen und z√ľgig behandelt werden.

Häufig gestellte Fragen

FrageAntwort
Ist Lupus ansteckend?Bei Lupus handelt es sich um eine nicht-infekti√∂se Autoimmunkrankheit mit erblicher Komponente, die durch bestimmte Faktoren zum Ausbruch kommt. Es ist keine Ansteckung m√∂glich. Eine gewisse Ausnahme stellt die √úbertragung m√ľtterlicher Autoantik√∂rper auf das ungeborene Baby dar: Sie k√∂nnen bei ihm zu Lupus-typischen Immunreaktionen f√ľhren. Obwohl sie innerhalb der ersten zwei Lebensjahre abgebaut werden, hinterlassen sie im ung√ľnstigen Fall bleibende Sch√§den; meistens am Herzen.
Welche Symptome kann Lupus haben?Die Liste der möglichen Lupus-Symptome ist nahezu endlos lang, da sämtliche Organe und Körperbereiche betroffen sein können: Neben den mehr oder weniger typischen Hautsymptomen sind zum Beispiel Gelenk- und Muskelschmerzen, Herz-, Nieren-, Leber-, Lungen-, Darm- und neurologische Symptome möglich. Hinzu kommen unspezifische Allgemeinsymptome wie Fieber, Lymphknotenschwellung, Leistungsschwäche und Abgeschlagenheit.
Gibt es gegen Lupus eine Therapie?Lupus ist nicht heilbar; jedoch gibt es verschiedene M√∂glichkeiten, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, Sch√ľben vorzubeugen und bereits vorhandene Organsch√§den gezielt zu behandeln. Neben verschiedenen Medikamenten, die sich auf das Immunsystem auswirken, Entz√ľndungsprozesse hemmen oder organisch bedingte Beschwerden lindern, m√ľssen bestimmte Verhaltensregeln befolgt werden.
Was passiert, wenn man Lupus nicht behandelt?Unbehandelt kann die Krankheit schwerwiegende Folgen haben: Hautsymptome k√∂nnen gro√üfl√§chige Narben hinterlassen, gesch√§digte Organe wie Herz, Lungen und Nieren k√∂nnen komplett versagen und durch Entz√ľndungen im Gehirn k√∂nnen bleibende Behinderungen entstehen. Das Risiko schwerer Krankheitsverl√§ufe steigt massiv und die Lebenserwartung verk√ľrzt sich. Sch√ľbe treten h√§ufiger und schwerer auf als unter einer ad√§quaten Therapie.
Was darf man bei Lupus nicht essen?F√ľr ein gutes, stabiles Immunsystem ist eine ausgewogene Ern√§hrung von entscheidender Bedeutung. Allgemeine Ern√§hrungsratschl√§ge wie ein geringer Fett- und Zuckergehalt und der Verzicht auf stark verarbeitete, mit Zusatzstoffen versehene Nahrungsmittel sollten unbedingt befolgt werden. Auch Nahrungsmittel mit einem hohen Allergiepotenzial wie Milch, Eier und N√ľsse sollten m√∂glichst gemieden werden.
Welche Blutwerte sind bei Lupus ver√§ndert?Der systemische Lupus erythematodes f√ľhrt zu einer drastischen Erh√∂hung spezifischer Antik√∂rper, die gegen k√∂rpereigene Zellen gerichtet sind. Dabei handelt es sich vor allem um sogenannte Antinukle√§re Antik√∂rper (ANA), Antik√∂rper gegen Doppelstrang-DNS und Smith-Antigen-Antik√∂rper.

Dar√ľber hinaus k√∂nnen sich eine An√§mie (Blutarmut), ein Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen sowie Blutpl√§ttchen, eine erh√∂hte Konzentration des CRP (C-reaktiven Proteins) und eine erh√∂hte Blutk√∂rperchen-Senkungsgeschwindigkeit zeigen.

Je nachdem, ob und welche Organe gesch√§digt wurden, k√∂nnen weitere Blutwerte auff√§llig sein und zum Beispiel auf eine Nieren-, Leber- oder Herzerkrankung, eine Bauch- oder Brustfellentz√ľndung hindeuten.

Wer ist durch Lupus besonders gef√§hrdet?Ein erh√∂htes Risiko f√ľr den Ausbruch von Lupus, das Auftreten neuerliche Sch√ľbe und eine Verschlimmerung vorhandener Sch√§den besteht vor allem f√ľr Raucher und Schwangere. Dar√ľber hinaus sind Lupus-Patienten, die beruflich oder privat vermehrt mit Keimen in Kontakt kommen, besonders gef√§hrdet.

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