Wer sein Leben mit einer seltenen Krankheit teilt, ist oft Patient auf Lebenszeit. Die daraus resultierende lebenslange Behandlung belastet den Betroffenen ebenso wie sein Umfeld. Immer wieder müssen Termine vereinbart, wahrgenommen und dafür Wege zum behandelnden Arzt zurückgelegt werden. Das kostet Zeit, Nerven und Geld. 

Was leistet Heimtherapie? 
Eine Heimtherapie sorgt dafür, dass Betroffene ihren Alltag normal meistern - und das trotz seltener Krankheit in guter Lebensqualität. Denn die Heimtherapie bedeutet, dass die vom Arzt festgelegte Behandlung dort erfolgt, wo man zuhause ist. Sie kann genauso gut auch in der Schule, auf der Arbeitsstelle oder im Urlaub stattfinden. Je nach Krankheitsfall umfasst die Heimtherapie - angewandt von Krankenschwestern oder Krankenpflegern - unterschiedliche Leistungen, zum Beispiel:

 

Selbstinjektions- bzw. Selbstverabreichungs-Training 

 

Infusion und Injektion 

 

Zubereitung, Transport und Lagerung von Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln 

 

Erinnerungsservice für die Einnahme von Medikamenten, anstehende Arzttermine oder neue Rezepte (Erinnerungsmanagement) 

 

Beratung und Austausch rund um die Krankheit und gegebenenfalls die Alltagssorgen

Therapietreue dank Heimtherapie
Während in Deutschland aktuell schon hunderttausende von chronischen Krankheiten Betroffene Heimtherapien genießen, sind diese hier in Österreich noch rar. Dabei bestünde auch hierzulande großer Bedarf. Immerhin leidet jeder Dritte Österreicher über 15 an einer chronischen Krankheit und der volkswirtschaftliche Schaden, den diese verursachen, geht jährlich in die Milliarden – Tendenz steigend. Dabei würden sowohl Gesundheitswesen als auch Patienten vom größten Vorteil der Heimtherapie enorm profitieren:  einer erfahrungsgemäß nahezu 100-prozentigen Therapietreue.