Der Überbegriff Lungenfibrose kennzeichnet unterschiedliche Erkrankungen des Lungengewebes, bei denen es meist durch entzündliche Prozesse zu einer Vernarbung des Lungengewebes kommt.

Daraus ergibt sich dann für den Betroffenen eine bestimmte Beschwerdesymptomatik erklärt Dr. Hubert Koller, Oberarzt der 1. Internen Lungenabteilung des Otto Wagner Spitals in Wien. Diese Beschwerdesymptomatik besteht meist auf einer deutlichen Einschränkung der Lungenfunktion, die sich durch unterschiedliche Symptome zeigt. 

Symptome und Diagnose

PatientInnen mit Lungenfibrosen klagen meist über Atemnot, die sich langsam entwickelt und vor allem bei körperlicher Belastung auftritt. Das Stiegensteigen oder Fahrradfahren fällt beispielsweise zunehmend schwer, so der Lungenfacharzt. Als zweites Hauptsymptom gilt laut dem Experten Reizhusten, der aber nicht produktiv ist, das Abhusten von Schleim gelingt nicht.

Aufgrund der unspezifischen Symptome müssen aber zuallererst zahlreiche andere Krankheiten ausgeschlossen werden, um auf eine Lungenfibrose zu kommen. Bei der Diagnose hat die hochauflösende Computertomographie eine Schlüsselrolle eingenommen. 

Risikogruppen und Heilungschancen

Grundsätzlich kann jeder Mensch eine idiopatische Lungenfibrose bekommen. Aber Raucher sind deutlich gefährdeter. Auch der gastroösophageale Reflux kann eine Triggerfunktion übernehmen. Aber auch genetische Faktoren können laut Dr. Koller eine Lungenfibrose auslösen.

Männer sind auch häufiger betroffen als Frauen. Wenn es um die Heilungschancen geht, stellt Dr. Koller unmissverständlich klar: Die idiopathische Lungenfibrose hat sehr schlechte Heilungschancen. Das rasche Fortschreiten der idiopathischen pulmonalen Fibrose  (IPF) kann jedoch durch neue Medikamente abgebremst und damit die Prognose deutlich verbessert werden. Daher ist eine frühe Diagnose umso wichtiger.